Theologische Betrachtungen

Theologische Betrachtungen

Die Conveniatrunde am 20.9.2026 16.Sonntag nach Trinitatis

Der Wochenspruch, 2. Tim 1,10b, lautet:
Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.
2.Timotheus 1,7-11
7Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 8Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes. 9Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, 10jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium, 11für das ich eingesetzt bin als Prediger und Apostel und Lehrer.

Wer hat nicht schonmal eine Horrordiagnose erhalten und sich gefragt:"Wars das jetzt?" Egal, was da auch immer in der Diagnose gestanden hat,wir sollten uns nicht fürchten. Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und Besonnenheit. Vor allem Letzteres sollten wir im Angesicht von schwerer Krankheit nicht verlieren. Da gibts gute Ärzte, aber der Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit sollte uns erfüllen. Die Kraft, das Leid durchzustehen, die Liebe als ewige Zusage des Herrn, das Leid von uns zu nehmen. Kopf hoch! Er uns selig gemacht durch Jesus Christus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium, für das ich eingesetzt bin als Prediger und Apostel und Lehrer.
Das ist wieder ein Hinweis des Paulus auf die Allmacht des Herrn. Er hat dem Tod die Macht genommen. Das macht er auch bei uns, seid sicher. Egal, wie eine Krankheit ausgeht, es heisst doch in Gottes ewiger Liebe: "Oh Tod, wo ist dein Stachel?" Durch Jesus Christus ist der Stachel des Todes stumpf geworden. Und das reicht, um selig zu werden. Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er gebe uns die Kraft, eine schwere Krankheit durchzustehen und die Besonnenheit, nicht zu verzweifeln. Er gebe uns seine Liebe, die sogar dem Tod den Stachel nimmt. Amen!

 

Die Conveniatrunde am 13.9.2026 15.Sonntag nach Trinitatis
Wochenspruch 1.Petrus 5,7:
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
Matthäus 6,25-34
25Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? 26Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? 27Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? 28Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 30Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? 31Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? 32Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. 33Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. 34Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.

Sorgt euch nicht. Das ist leicht gesagt, fällt aber schwer in der Umsetzung. Als einer meiner Musikschüler von Dortmund weggezogen ist, ist die Sorge explodiert. Denn ein Musikschüler weniger ist weniger Geld. Wie diese neue Lücke schliessen? Als ich eine Quällösung gefunden habe, ist eine neue Schülerin aufgetaucht. Die Lücke hat sich von selber geschlossen. Wäre es nicht besser gewesen, ohne Sorge um die Lücke einfach mein Tagewerk zu machen? Das ist mit weniger Nervenlassen verbunden. Die Sorge ist ja etwas ganz Natürliches. Wie oft ist sie unbegründet? Sehr oft kommt doch dabei heraus: Viel Sorge um nichts. Gott hat gewusst, dass es mir geldmässig nicht gutgeht. Was hat er getan? - die neue Schülerin geschickt. Auf dem Weg zum letzten Dirigierlehrgang ist der Strom im Auto rapide zur Neige gegangen. Im Vorfeld habe ich keinen Ladepunkt auf einer Karte gesehen. 200m vor dem Ziel ist sie aufgetaucht, die Ladesäule. Auto angesaftet und alles wieder gut. Wenn wir es nicht schaffen, uns nicht zu sorgen, hilft der Wochenspruch weiter: Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. Die Sorgen wieder abwerfen wie Ballast, das gibt uns Gott. Versuchts mal, stellt euch vor, die Sorgen mal einfach nur wegzuwerfen und Gott schnappt sie und macht sie weg. Mein Wunsch ist es, dass ich das besser hinkriege und ihr auch. Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er gebe uns den Mut, alle Sorge auf ihn zu werfen. Er gebe uns die Einsicht, dass Sorge lähmt. Er gebe uns seine Gegenwart und die damit verbundenen Lösungen. Amen!

 

Die Conveniatrunde am 6.9.2026 14.Sonntag nach Trinitatis
Der Wochenspruch der Woche lautet:
Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.
Lukas 19, 1-10
1Und er ging nach Jericho hinein und zog hindurch. 2Und siehe, da war ein Mann mit Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich. 3Und er begehrte, Jesus zu sehen, wer er wäre, und konnte es nicht wegen der Menge; denn er war klein von Gestalt. 4Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn zu sehen; denn dort sollte er durchkommen. 5Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren. 6Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden. 7Da sie das sahen, murrten sie alle und sprachen: Bei einem Sünder ist er eingekehrt. 8Zachäus aber trat herzu und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück. 9Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, denn auch er ist ein Sohn Abrahams. 10Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Da muss er sehr viele suchen. So viele Menschen sind verloren, z.b. an die Gier oder an die neuen Götzen aus dem Internet. Oder oder. Wer lässt heute noch der Herrn bei sich herein? Die Kirchenaustritte sprechen für sich. Da lassen viele ihr Kind taufen, treten dann aus der Kirche aus, zur Konfizeit wieder ein, um danach wieder auszusteigen. Das ist die Gier. Die paar Kröten Kirchensteuer sparen? Das kann doch alles kein ehrlicher Glaube sein. Zachäus nimmt den Herrn mit Freuden bei sich auf. Und daraus resultiert das Heil, das Jesus dem Hause Zachäus bringt. Heute ist diesem Hause Heil widerfahren...Zachäus legt seine Gier ab, gibt zurück. Das sollten die Kapitalisten auch tun. Denn sie schröpfen alle in einer Horrorshow aus Betrug und Erpressung. Siehe die Wohnungskonzerne, oder die Internetdatenkraken mit ihrer Dauererpressung, nur um Daten zu sammeln. Wenn wir im Kleinen anfangen, Heil anderen widerfahren zu lassen, dann ist das ein Anfang. Wenn wir als Christi Nachfolger nicht anfangen, Heil zu bringen, wer dann? Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er gebe uns die Kraft, Heil in die Welt zu bringen. Er gebe uns die Einsicht,dass materieller Reichtum nicht das Heil bringt. Er schenke uns sein grosses Heil durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 1.9.2026 Dienstag
1. Johannes 4, 7-12
7Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. 8Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. 9Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. 10Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.11Ihr Lieben, hat uns Gott so geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. 12Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.

Das fällt manchmal schwer, sich lieb zu haben, wenn man vielleicht gestritten hat. Das fühlt sich an, als gehe man durch die Hölle. Überlegt mal, wieviel Liebe Jesus gehabt hat, als er für unseren verzapften Blödsinn ans Kreuz gegangen ist, und unsere Sünden dadurch vergab? Wenn wir mehr Liebe walten liessen, wäre Vieles leichter. Jesus hat uns so geliebt, dass er ans Kreuz gegangen ist. Darin ist Gottes Liebe zu uns offen sichtbar. Da können wir doch ein kleines bisschen nachmachen und Streit, Krieg und all den Hass durch Liebe ersetzen. Sicher, das fällt schwer, aber wenn wir mal den ersten Schritt tun, könnte doch unser Gegenüber vielleicht auch einen Schitt tun. Wenn wir das nicht tun, handeln wir gegen Gott. Denn er ist der Gott der Liebe. Also folgt seinem Beispiel! Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er gebe uns im richtigen Augenblick die Liebe, die es braucht, damit er in uns bleibt. Er bleibe bei uns alle Tage durch die Liebe unseres Herrn Jesus Christus. Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 30.8.2026 13.Sonntag nach Trinitatis
Der Wochenspruch
"Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." | Mt 25,40b
Lukas 10, 25-37
25Und siehe, da stand ein Gesetzeslehrer auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? 26Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? 27Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« 5. Mose 6,5. 28Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben. 29Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster? 30Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen. 31Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber. 32Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. 33Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin;und als er ihn sah, jammerte es ihn; 34und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm,hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. 35Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus,gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme. 36Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? 37Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!

Das mit der Nächstenliebe ist so eine Sache. Wie oft gehen wir an Elend vorbei? Ein Rollstuhlfahrer, der sich festgefahren hat, wieviele gehen vorbei und tun nichts? Da muss man doch eingreifen und den Festgefahrenen befreien. Als ich einen Rollstuhlfahrer den kleinen Berg vor seinem Wohnheim hochgeschoben habe, wurde ich dafür sogar ausgelacht. Der Behindi solle doch in der Gosse verrecken. Wie kann man da ruhig bleiben? Der Rollstuhlfahrer hat mir dann erzählt, wie er in den Rollstuhl geraten ist. Das war ein Unfall, ein paar Sekunden, die alles veränderten. Ist der Rollstuhlfahrer wegen seines Rollstuhls ein Mensch der zweiten oder dritten Klasse? Er hat sich gefreut, dass er den kleinen Berg hochgeschoben wurde. Inzwischen hat sich diese Hochschiebeaktion mehrfach wiederholt. Und wir quatschen dann immer ein bisschen. So kann ein Fremder zum Nächsten werden. Sogar ein Feind kann das werden. Die Barmherzigkeit siegt über Feindschaft und Ignoranz. Bei mir hat es sich mit Auslachen bewendet. Jesus ist dafür sogar ans Kreuz gegangen. Wir sollten viel öfter dem Beispiel des barmherzigen Samariters folgen und der allgemeinen Gleichgültigkeit und Ignoranz gegen Elend und Leid abschwören. Schnell können wir selbst im Rollstuhl landen. Darüber sollten wir nachdenken. Amen!

Es segne uns der allmächtige Gott. Er gebe uns die Courage zum Eingriff bei Elend und Leid. Er verhindere unsere Ignoranz und Gleichgültigkeit. Er gebe uns Barmherzigkeit gegenüber jedem. Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 24.8.2026 Dienstag
Markus 7, 31-37
31Und als er wieder fortging aus dem Gebiet von Tyrus, kam er durch Sidon an das Galiläische Meer, mitten in das Gebiet der Zehn Städte. 32Und sie brachten zu ihm einen, der taub war und stammelte, und baten ihn, dass er ihm die Hand auflege. 33Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und spuckte aus und berührte seine Zunge 34und sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das heißt: Tu dich auf! 35Und sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst, und er redete richtig. 36Und er gebot ihnen, sie sollten’s niemandem sagen. Je mehr er’s ihnen aber verbot, desto mehr breiteten sie es aus. 37Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hören und die Sprachlosen reden.

Sprachlos kann man heute durchaus sein, wenn man die Horrornachrichten hört und sieht. Das ist oft schon wie eine Verstockung, man kriegt nichts Sinnvolles heraus. Bei schlechten Nachrichten im Privatumfeld ist das oft noch stärker. Statt etwas Sinnvollem kommt nur Gestammel. Dabei wäre gerade in solchen Schwermomenten ein gutes Wort sehr hilfreich. Da hat Gott es wohlgemacht, er macht die Sprachlosen reden. Das ist nur die eine Seite. Wir sollten auch gut hinhören, wenn jemand ein gutes Wort für uns hat. Auch da sind wir oft nur oberflächlich, hören nicht zu und unterbrechen unser Gegenüber. Da ist Achtsamkeit gefragt, vor allem in Schwermomenten. Wenn da unsere Ohren aufgetan würden, wäre Vieles mit weniger Problemen behaftet. Jesus hat immer auf scheinbare Kleinigkeiten gehört und darauf reagiert. Das müssen wir nachmachen! Lassen wir unsere Ohren auftun von Gott, dem Herrn...Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er gebe uns die nötige Achtsamkeit, die ein Gegenüber verdient. Er sende uns den heiligen Geist, auf das wir nicht stammeln oder plappern. Er lege uns in Schwermomenten die richtigen Worte in den Mund. Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 22.8.2026 12.Sonntag nach Trinitatis
1.Korinther 3, 9-17
9Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. 10Nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe ich den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. 11Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. 12Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, 13so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es ans Licht bringen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. 14Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. 15Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. 16Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? 17Wenn jemand den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören, denn der Tempel Gottes ist heilig – der seid ihr.

Das hört sich gruselig an. Wir sind das Ackerfeld Gottes? Da ist ein Grund gelegt, Jesus Christus als Ackergrund. Da Gold und Silberreichtümer draufbauen? Jesus will da etwas Anderes. Gold und Silber können im Feuer zerfliessen, das gute Wort aber nicht. Wir sollen gute Werke nicht mit Gold oder Silber aufwiegen. Wir sollen sie einfach tun. Aber selbst, wenn da etwas schiefgeht, wird Gott uns nicht fallenlassen. ...er selbst aber wird gerettet werden... selbst durchs Feuer will er uns retten. Wenn jemand grosse Reichtümer anhäuft, schadet er jemand anderem. Wir sind der Tempel Gottes, darum sollten wir uns gegseitig nicht schaden, denn wir alle sind der Tempel des Herrn. Wir alle, da wird jeder gebraucht, jeder! Also egal wem man schadet, man schadet sich letztlich selbst als Bestandteil des Tempels des Herrn. Amen!

Es segne uns Gott der Allmächtige. Er gebe uns die Fähigkeit, gute Werke zu tun. Er gebe uns die Erkenntnis, Schaden von Mitmenschen abzuwehren. Er gebe uns den guten Grund, Werke gutzumachen durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 18.8.2026 Dienstag
Epheser 2,1-10
1Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, 2in denen ihr früher gewandelt seid nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. 3Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern. 4Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, 5auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr gerettet –; 6und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, 7damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. 8Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. 10Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Wer kennt das nicht, Saufen, Fressen und Hurereien. Wo soll das enden? Bei wars mal fast tödlich! Der Verlust des Trompetenspiels schien dauerhaft. Dann durch Aufgabe der schrecklichen Raucherei und Sauferei die Gnade des Herrn. Neue Tests zeigten, dass das Trompetenspiel wieder möglich ist. Ich habe jetzt doch noch einen neuen Sinn gefunden. Die Aufgabe, unserer Gemeinde im Gottesdienst mit den glanzvollen Klängen der Trompete die Berührung zu bringen, ist etwas sehr Schönes. Eine neue Ressource. Aus Gnade bin ich gerettet worden, tot in der Sünde der Raucherei, Sauferei und Fresserei. Das Fleischliche habe ich aufgegeben, um im geistlichen neu zu erstehen. Die geliebte Trompete ist wieder da. Er hat mich auferweckt und seine Gnade hat mich reich gemacht. Geistlich reich. Sucht für euch auch nach geistlichen neuen Ressourcen. Ihr werdet was finden. Amen!

Es segne uns der allmächtige Gott. Er helfe uns, die sinnfreien fleischlichen Gelüste abzuwerfen. Er helfe uns, neue Ressourcen im Geist zu finden. Er gebe uns Aufgaben, die die neuen Ressourcen zum Einsatz bringen. Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 16.8.2026 11.Sonntag nach Trinitatis
Lukas 18, 9-14
Der Pharisäer und der Zöllner
9Er sagte aber zu einigen, die überzeugt waren, fromm und gerecht zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: 10Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. 12Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. 13Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

Wie oft haben wir schon gesagt,"...da bin ich besser",wenn man über Verbrecher oder Übeltäter redet, nur weil man im Sinne des weltlichen Gesetzes nichts falschgemacht hat. Ist das so? Wann sind wir besser als andere? Wenn einer schneller als der Andere rennen kann, ist er dann besser? Im Rennen vielleicht. Jetzt stellt Euch vor, beim Wettrennen einer behindert ist. Ist der Sieger dann noch immer besser? Wenn man genau hinschaut, sind Vergleiche im Prinzip nicht mehr sinnvoll. Warum hat einer ein Verbrechen begangen? Gibts da einen echten Grund? Ein Gesetz verletzen, weil man jemand damit rettet? Das soll gerecht sein, wenn so einer verurteilt wird? Und wir, die wir kein Gesetz verletzt haben, sind wir wirklich besser als der Verbrecher? Nur Gott kennt uns so genau, dass er richten kann. Wenn wir meinen, besser als der Verbrecher zu sein, dann kann der Irrtum sehr gross sein. Wir sollten uns nicht über den Verbrecher stellen, uns nicht selbst erhöhen. Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt. Nur Gott erhöht und erniedrigt in seiner absoluten Gerechtigkeit. Ich habe soviel Scheisse schon gebaut. Und Gott hat mich durch die Trompete zum Beispiel erhöht. Dafür danke ich ihm immer wieder. Wer ist durch Gotts Gnade noch nicht erhöht worden? Erhöht euch nicht selbst, sondern sagt Gott Dank für all eure Fähigkeiten und Ressourcen. Die Erhöhung kommt doch von Gott, verlasst euch drauf!
Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er gebe uns die Einsicht, dass Selbsterhöhung und die damit verbundene Selbstüberschätzung zum Absturz führen. Er gebe uns seine Gnade und seine Gerechtigkeit. Er gebe uns Frieden. Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 8.8.2026 10.Sonntag nach Trinitatis
Römer 11, 25-32
25Ich will euch, Brüder und Schwestern, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis die volle Zahl der Heiden hinzugekommen ist. 26Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht Jes 59,20: »Es wird kommen aus Zion der Erlöser; der wird abwenden alle Gottlosigkeit von Jakob. 27Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.« 28Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber nach der Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. 29Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. 30Denn wie ihr einst Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams, 31so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. 32Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.

Ist das nicht seltsam, Ungehorsam gegen Gott führt zu seiner Barmherzigkeit? Ein Volk wird von Feinden durchsetzt. Die Feinde nicht bekämpfen, weil Gott sie auch liebt und sich ihrer erbarmt? Ja, das fällt doch schwer. Das Volk war selbst ungehorsam und hat Gnade gefunden. Da sollte es nicht schwer fallen, die Feinde reinzulassen, um diese Gottes Erbarmen finden zu lassen. Wenn wir heute jemanden beschimpfen, weil er etwas falschgemacht hat, ist das falsch? Ist es nicht, aber man sollte nachdenken, wo man selbst etwas falschgemacht hat. Und so sollte man den Falschmacher schon zurechtweisen, aber mehr auch nicht. Man sollte ihn nicht verdammen. Gott hat allen Ungehorsam in seine Liebe und sein Erbarmen eingeschlossen. Und darauf sollten wir vertrauen. "...damit er sich aller erbarme". Wir haben doch alle schonmal Scheisse gebaut. Gottes Erbarmen hat uns erwischt. Es erwischt alle! Wartet dies ab, dann gibts keine Feinde mehr. Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er gebe uns die Kraft, Falschmacher zu ertragen, bis er sich derer erbarmt hat. Er nehme alle Sünde weg durch Jesus Christus, unsern Herrn und Erlöser. Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 4.8.2026 Dienstag
Psalm 63
2Gott, du bist mein Gott, den ich suche.
Es dürstet meine Seele nach dir,
mein Leib verlangt nach dir
aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist.
3So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum,
wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit.
4Denn deine Güte ist besser als Leben;
meine Lippen preisen dich.
5So will ich dich loben mein Leben lang
und meine Hände in deinem Namen aufheben.
6Das ist meines Herzens Freude und Wonne,
wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann;
7wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich,
wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.
8Denn du bist mein Helfer,
und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich.
9Meine Seele hängt an dir;
deine rechte Hand hält mich.

Fällt das nicht schwer, im Glauben stark zu bleiben, wenn uns Umbrüche und Chaos widerfahren? Man fühlt sich leer und ausgebrannt. David weiss, das Gott ihm helfen wird. In trockenem, dürren Land zu sein, ja das ist doch so oft der Fall. Nicht weiter wissen? Dann den Herrn loben? Wie geht das denn? Wenn ihr nicht weiter wisst, und dem Herrn ein neues Lied singt, gehts euch besser. "Denn deine Güte ist besser als Leben". Die Güte des Herrn ist bei Euch, immer, auch im dürren Land. "Denn deine rechte Hand hält mich", ist Davids Überzeugung". Egal was passiert, vertrauen wir auf den Herrn, denn er wirds gutmachen. Er wird seine Flügel über uns ausbreiten und uns Schutz mit Schatten spenden. Dafür ein Loblied von uns allen! Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er schütze uns,wo auch immer wir sind. Er gebe uns die Kaft des Glaubens auch in Umbruch und Chaos. Er halte uns mit seiner Rechten. Amen!

 

Die Conveniatrunde am 2.8.2026 9.Sonntag nach Trinitatis
Jeremia 1
Und des Herrn Wort geschah zu mir: 5Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker. 6Ich aber sprach: Ach, Herr Herr, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. 7Der Herr sprach aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. 8Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der Herr. 9Und der Herr streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. 10Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche, dass du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.

Das ist schon der Hammer, da ändert sich für Jeremia alles. Ein starker Umbruch, den Jeremia letztlich aber angeht. "Ich tauge nicht, zu predigen", sagt Jeremia. Er hat Angst, das Verlangte nicht hinzukriegen. Haben wir nicht alle schonmal vor Aufgaben gestanden, die schier unlösbar erschienen sind? Beispielsweise Anträge bei Behörden, ein Computerprogramm bändigen, oder eine handwerkliche Aufgabe, die man erstmal nicht schafft? All das sind doch noch Gummibärchen. Jeremia muss alles, was er eigentlich vorhatte, über den Haufen werfen. Wie die Jünger Jesu, die alles stehen und liegen lassen, um ihm nachzufolgen. Wenn heute ein Jobwechsel, eine Hochzeit, eine Krankheit oder Ähnliches den Umzug in ein anderes Gebiet erfordern, dann ist das schon heftig. Man hat sich eingerichtet, Routine hat sich eingestellt, alles läuft. Dann fällt es schwer, die Pfade zu verlassen, die man kennt. "Fürchte dich nicht", spricht Gott zu Jeremia. Das sagt alles. Wir haben Gott als Verbündeten, er wird aufpassen, dass ein Umbruch gutgeht. So ein Schwerumbruch beginnt immer mit dem ersten Schritt. "Ich will dich erretten", sagt Gott zu Jeremia. Durch Jesus Christus sagt er das auch zu uns. Wenn also so ein Umbruch nötig wird, nur Mut! Vertraut den Wegen des Herrn, auf die er Euch führt, vertraut der Hand des Herrn, die euch erretten wird. "Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete..." Das ist die Zusage des Herrn, dass er dafür sorgt, dass alles gut wird. Nur er kennt die Zukunft, unser aller Zukunft. Diese Zusage ist die Verheissung der Errettung. Vertrauen wir darauf mit viel Mut, wenn etwas Neues, Unbekanntes vor uns liegtund denken an den Satz: "Ich will dich erretten". Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige.Er stärke unseren Mut, grosse Veränderungen anzugehen. Er stärke unseren Glauben an ihn und seine Errettung. Er leite unsere Wege durch alle Umbrüche, egal wie heftig sie werden. Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 28.7.2026 Dienstag
Jesaja 2
In Zion finden alle Völker Heil und Frieden 1Dies ist das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, schaute über Juda und Jerusalem. 2Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des Herrn Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, 3und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des Herrn, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. 4Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. 5Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des Herrn!

Wäre das nicht schön, wenn es nie wieder Krieg gäbe? Da fallen viele vom Glauben ab, angesichts der immer mehr werdenden Kriege. Wie kriegt man die Kriegstreiber, Raketenmänner und all die anderen Despoten und Vollidioten dazu, dem Wort des Herrn zu lauschen? Dann würden sie vom Herrn unterwiesen, und die Waffen schweigen. Dafür beten wir:
Allmächtiger Gott, schick uns deinen Geist auf die Erde. Es sind nur noch Vollidioten am Werk, die dem Bösen und dem heidnischen verfallen sind. Sende eine neue Weisung an all die Völker dieser Welt, dass zu deinem Berg gehen und deiner Weisung folgen. Hilf, das Böse aus der Welt zu vertreiben und den Vollidioten Weisheit einzuflössen. Bitte schau nicht zu, wie das Böse mit den Vollidioten zusammen deine Schöpfung zerstört. Schick uns deinen ewigen Frieden. Stärke unseren Glauben an Dich trotz aller Krisen.
Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Er erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen!

 

Die Conveniatrunde am 21.7.2026 Dienstag

Hebräer 13, 1-3
Abschließende Ermahnungen
1Bleibt fest in der brüderlichen Liebe. 2Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. 3Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil auch ihr noch im Leibe lebt.

Das ist die Forderung nach Gastfreundschaft gegen Fremde. Was wohl hinter vielen Wohnungslosen für Geschichten stehen? Wer ist das? Da könnte doch jemand Besonderes drin sein. Ich habe Einige angesprochen. Einige wollten nicht reden, aber Andere schon. Da kamen tolle Gespräche heraus. Bleibt fest in der brüderlichen Liebe, heisst es im Text. Wenn mancher Fremde mal Anschluss fände, wäre da nicht viel gewonnen? Auch ein Miteinander kann ein Mahl sein, ein Mahl des Geistes! Denkt an die Gefangenen, das können Armutsgefangene, Suchtgefangene, oder oder sein. Fragt mal nach! Ich denke an einen Fremden, den ich im Park zur Kirschblüte angesprochen habe, weil er, wie ich, mit einer alten Analogkamera fotografiert hat. Er hat sich gefreut, nicht der Einzige zu sein, der analog fotografierte. Es hat eine schöne Fachsimpelei gegeben. Sowas sollte viel öfter passieren. Egal, obs um Fotos geht, oder um sonstwas. Es kann sehr schön sein, einen Fremden anzusprechen. Und das ist dann brüderliche Liebe, liebe Schwestern und Brüder.
Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er öffne unsere Herzen für die brüderliche Liebe zu jedermann. Er gebe uns viele Kontakte als geistiges Mahl. Er gebe uns seine unerschütterliche Liebe und Barmherzigkeit als Vorbild, auf das wirs nachmachen. Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 19.7.2026 7.Sonntag nach Trinitatis 

Johannes 6, 1-15
Die Speisung der fünftausend
1Danach ging Jesus weg ans andre Ufer des Galiläischen Meeres, das auch See von Tiberias heißt. 2Und es zog ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. 3Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern. 4Es war aber kurz vor dem Passa, dem Fest der Juden. 5Da hob Jesus seine Augen auf und sieht, dass viel Volk zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben? 6Das sagte er aber, um ihn zu prüfen; denn er wusste wohl, was er tun wollte. 7Philippus antwortete ihm: Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder auch nur ein wenig bekomme. 8Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: 9Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische. Aber was ist das für so viele? 10Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer. 11Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, so viel sie wollten. 12Als sie aber satt waren, spricht er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt. 13Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übrig  blieben, die gespeist worden waren. 14Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. 15Da Jesus nun merkte,dass sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen,entwich er wieder auf den Berg, er allein.

Habt ihr schonmal erlebt, dass ihr euch sorgen musstet, dass ihr nichts zu essen habt? Weil das Geld nicht reicht, weil ihr nicht mehr allein in den Laden kommt? Da gibts viele Gründe. Wie schön wäre es manchmal,mal eingeladen zu sein, sich ums Essen nicht sorgen zu müssen. Wieviel Not gibt es auf der Welt und was machen wir? Wir spekulieren mit Lebensmitteln, um mehr Geld zu haben. Wie ätzend! Diese Gier, ich, ich, ich und nochmal ich, das ist furchtbar. Das Mahl des Herrn, mit den wenigen Brocken zubereitet, reicht für alle und es bleibt viel übrig. Da gibts einen Satz: "Wo einer satt wird, werden es auch zwei!" Jesus treibts auf die Spitze und sättigt fünftausend. Wenn wir nur hin und wieder einen Bedürftigen mit Lebensmitteln versorgten, wäre schon viel Leid gelindert und Tränen getrocknet. So wie es hier ein Verein macht, der Lebensmittel vor der Tonne bewahrt. Jesus übt Gastfreundschaft. Was tun wir? Machen wir es ihm doch nach und helfen Bedürftigen! Amen!

Es segne uns der allmächtige Gott. Er öffne unsere Augen und Herzen für die Bedürftigen. Er schenke uns die Fähigkeit, Armut, Not und Leid zu lindern. Er sende uns den Geist der Gastfreundschaft durch Christus Jesus, unsern Herrn. Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 14.7.2026 Dienstag
Psalm 139
Gott – allwissend und allgegenwärtig
1Herr, du erforschest mich und kennest mich.
2Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;
du verstehst meine Gedanken von ferne.
3Ich gehe oder liege, so bist du um mich
und siehst alle meine Wege.
4Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,
das du, Herr, nicht alles wüsstest.
5Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
6Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch,
ich kann sie nicht begreifen.
7Wohin soll ich gehen vor deinem Geist,
und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?
8Führe ich gen Himmel, so bist du da;
bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.
9Nähme ich Flügel der Morgenröte
und bliebe am äußersten Meer,
10so würde auch dort deine Hand mich führen
und deine Rechte mich halten.
11Spräche ich: Finsternis möge mich decken
und Nacht statt Licht um mich sein –,
12so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir,
und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie
das Licht.

Das ist die Verheissung der Taufe: Gott ist immer da, egal was wir gerade machen. Wir denken oft nicht daran, dass das so ist. Wir vergessen es. Dann kommen Sünden und all das Fehlverhalten auf. Wann wachen wir auf und halten uns an Gottes Wort? Wann begreifen wir, dass wir uns ganz auf Gott besinnen sollten und ihm folgen? Seine Hand führt uns doch, folgen wir der ausgestreckten Hand Gottes. ...Ich habe dich erlöst, du bist mein! So spricht Gott in Jesus zu seinen Jüngern, also auch zu uns. Wir brauchen nur die Hand ergreifen, die uns entgegengestreckt ist. Tun wirs! Amen!

Der Herr segne und behüte uns. Er lasse das Zeichen unserer Taufe auf seinen Namen leuchten. Er stärke unseren Glauben durch seinen Geist. Er lasse seinen Geist immer wieder zu uns kommen und gebe uns Frieden. Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 12.7.2026 7.Sonntag nach Trinitatis

Matthäus 28,16-20
Der Missionsbefehl
16Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. 17Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 18Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 19Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Wer erinnert sich an seine Taufe? Das ist für die meisten wohl nicht drin, weil sie als Kinder getauft sind. Wir werden als Kinder Gottes getauft.Ohne eigene Entscheidung? Wieso das? Warum nicht warten und fragen, ob wir das wollen? Die Eltern, die ihr Kind taufen lassen, wissen, dass es nicht nur ihr Kind ist, sondern ein Kind Gottes, ohne wenn und Aber. Das ist so und das bleibt so. Daher muss das Kind nicht gefragt werden, es ist von Gott angenommen, ohne wenn und aber! Jesaja gibt weiter, was Gott uns zuspricht:
Jesaja 43
1Und nun spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
Das sagt alles. Noch bevor wir einem Kind seinen Namen geben, hat Gott es schon aufgerufen als sein Kind. Weil wir das aber nicht begreifen können, brauchen wir die Taufhandlung als Symbol. Und die Verkündigung. Jesus befiehlt nicht nur die Taufe, er befiehlt die Verkündigung. Lehret sie...! Warum machen wir das nicht auch? Wir sind Kinder Gottes, die bei ihrem Namen gerufen sind. Geben wir den Ruf des Herrn weiter und taufen unsere Kinder und verkündigen sein Wort!
Amen!

Es segne uns Gott der Allmächtige. Er zeige uns seine Verheissung auf Erlösung durch seinen Sohn jeden Tag neu. Er gebe uns Kraft und Mut, sein Wort weiterzutragen. Er helfe uns, zu verstehen, was Kindschaft Gottes bedeutet.
Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 5.7.2026 5. Sonntag nach Trinitatis
Lukas 5 1-11
Der Fischzug des Petrus
1Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, zu hören das Wort Gottes, da stand er am See Genezareth. 2Und er sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. 3Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. 4Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! 5Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen. 6Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. 7Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und ihnen ziehen helfen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. 8Da Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. 9Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die mit ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, 10ebenso auch Jakobus und Johannes,die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. 11Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

So adhoc einen ganz neuen Weg gehen? Wie wäre das wohl, wenn Jesus das zu heutiger Zeit zu uns sagte? Der ist irre und durchgeknallt, würden wir wahrscheinlich denken. Habt ihr das schonmal erlebt, dass sich euer Leben sprunghaft geändert hat? Ich habs schonmal erlebt, als ich nach vielen Jahren das Trompetespielen wieder aufgenommen habe. Viele Anfragen sind gekommen. Sie haben mich in den Bläserkreis meiner Gemeinde berufen. Ich habe neue Wege beschritten und es nie bereut. Da ist eine gekommen, hat mich mitsamt der Trompete gefangen. Ich habs geschehen lassen. Simon wirft nochmal das Netz aus und fängt viele Fische. Er hat auf den Herrn gehört. Er geht mit Jesus und lässt alles zurück. Und so sollten wir auf die Rufe des Herrn achten. Denn sie kommen immer wieder. Der Ruf des Herrn ist ein neuer Weg. Es ist der Weg ins Licht des Herrn. Und der ist alternativlos. Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er zeige uns neue Wege raus aus Sünde, Gier und Rücksichtslosigkeit. Er zeige uns sein Licht und den richtigen Weg. Er gebe uns Frieden und Seligkeit.
Amen!

 

Die Conveniatrunde am 28.6.2026 4.Sonntag nach Trinitatis

Kennt Ihr das, wenn beispielsweise ein Arbeitskollege Euch linkt, weil er den besseren Job will? Wenn Ihr gemobbt werdet? Wie oft kommt es vor, dass man gern jemand eins klatschen würde. Sich da zurückhalten, fällt oft schwer. So hört dies:
Römer 12, 17-21
17Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. 18Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. 19Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben 5. Mose 32,35: »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.« 20Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, so gib ihm zu essen; dürstet ihn, so gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln« Spr 25,21-22. 21Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.
Dem doofen Arbeitskollegen eins klatschen, den Mobber kräftig zurückmobben? Das haben wir doch alle schonmal gemacht. Das machts nicht besser. Paulus sagt, wenn es Euch möglich ist, wenn es von Euch abhängt, so macht Frieden mit Jedermann. Das würde ich mir von diversen Politikern und Machthabern wünschen. Letzte Woche gings um Vergebung. Die Vergebung ist Voraussetzung für Frieden. Wenn Du einem Mobber oder Arbeitskollegen verzeihen und vergeben kannst, dann kannst Du Frieden haben. Dann kannst Du dem Feind auch zu essen und zu trinken geben, wenn ers braucht. Und wenn der Feind dann merkt, dass es auch ohne Rache, Krieg und all den Schwachsinn gehen kann, dann ist das Böse mit Gutem überwunden. Ist das nicht die bessere Alternative, sich nicht selbst zu rächen? Gott macht das schon. Im Urlaub war einst ein Mädchen, das gemobbt wurde. Weil ich vorher auch viele Mobbereien erlebt habe, habe ich sie mitgemobbt. Mal auf der anderen Seite sein. Als ich gesehen habe, was das bei ihr angerichtet hat, habe ich sie um Vergebung gebeten. Ich habe mich von den anderen Mobbern distanziert. Die Mobbingphalanx brach zusammen. Das ist die andere Seite, es ist das Böse. Wenn wir begreifen, wie schnell wir dem Bösen verfallen können, wie ich im Urlaub, ist das der erste Schritt zum Frieden. Geht ihn alle! Und der Friede Gottes, der höher ist, als all unser Verstehen, bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, Amen.

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Es gebe uns die Fähigkeit, das Böse ohne neues Böse zu überwinden. Er sende uns seinen Geist, wenn wir wieder mal aufbrausen. Er gebe uns die Fähigkeit, eigene Fehler des Bosheitsverfalls zu erkennen. Der Herr gebe uns Frieden.  Amen.

 

 

Die Conveniatrunde Dienstag 23.6.2026
Psalm 103
Das Hohelied der Barmherzigkeit Gottes
1Von David.
Lobe den Herrn, meine Seele,
und was in mir ist, seinen heiligen Namen!
2Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:
3der dir alle deine Sünde vergibt
und heilet alle deine Gebrechen,
4der dein Leben vom Verderben erlöst,
der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,
5der deinen Mund fröhlich macht
und du wieder jung wirst wie ein Adler.
6Der Herr schafft Gerechtigkeit und Recht
allen, die Unrecht leiden.
7Er hat seine Wege Mose wissen lassen,
die Kinder Israel sein Tun.
8Barmherzig und gnädig ist der Herr,
geduldig und von großer Güte.
9Er wird nicht für immer hadern
noch ewig zornig bleiben.
10Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden
und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat.
11Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.
12So fern der Morgen ist vom Abend,
lässt er unsre Übertretungen von uns sein.
13Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.

Wir waren verloren in Sünde. Doch Gott hat uns erlöst von der Sünde durch Jesus Christus, der uns alle Sünde weggenommen durch sein Leid am Kreuz. Sein Zorn ist verraucht, er hat uns in der Sündenverlorenheit gesucht und in Christus befreit. Er hat Gnade walten lassen. Wann fangen wir an, das Verlorene zu suchen, dem Verlorenen die Gnade der Suche zu erweisen. Oder um es klar zu sagen, den Verlorenen? Wie viele Menschen sind einsam und verloren? Sucht sie jemand?

Lukas 15 1-7
1Es nahten sich ihm aber alle Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. 2Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. 3Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: 4Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eines von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet? 5Und wenn er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf die Schultern voller Freude. 6Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. 7Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.
Sucht die Einsamen, die Kranken und Verlorenen. Helft ihnen, bringt sie zurück ins Leben und freut euch, wenn ihr das geschafft habt! Christus Jesus ist in die Welt gekommen, die Sünderinnen selig zu machen, unter denen ich die erste bin. Nachmachen! Amen!

Es segne uns Gott der Allmächtige. Er weise uns den Weg zu unseren Verlorenen. Er weise uns den Weg zu Gnade und Barmherzigkeit. Er weise uns den Weg zur ewigen Seligkeit durch Gnade und Verlorenensuche. Der Vater, der Sohn und der heilige Geist, Amen!

 

 

Die Conveniatrunde am 21.6.2026 3.Sonntag nach Trinitatis.
Micha 7,18-20
18Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade! 19Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen. 20Du wirst Jakob die Treue halten und Abraham Gnade erweisen, wie du unsern Vätern vorzeiten geschworen hast.

Diese Gnadenverheissung ist ein zweischneidiges Ding. Man könnte meinen, wenn wir wie bisher weitermachen, wird er uns immer wieder vergeben. Ach ja? Er hält an seinem Zorn nicht ewig fest. Ja, das ist so. Wie wäre es denn, wenn wir mal zur Abwechslung den Zorn des Herrn nicht weckten? Wenn wir mal etwas weniger Blödsinn wie Krieg, Ärger und Streit und all das Negative machten? Wenn wir seinem Vorbild folgten und mehr Vergebung untereinander walten liessen? Lasst uns doch mal dafür sorgen, dass Gott nicht zürnen muss, dass er sich freut, wenn Vergebung und Gnade nicht nur sein Ding wären? Wenn ich heute noch denen die Pest an den Hals wünschte, die mir einst viel Gewalt angetan haben, wäre viel Kraft im Geist verschwendet. Das geht nicht. Ich habe all diese Dinge vergeben,ich kann sie nicht mehr ändern. Da gibt es viele Beispiele bei einem jeden von uns. Vergeben befreit, wenn Gott alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres wirft, Amen!

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er gebe uns die Kraft, trotz Kränkungen und Beleidigungen im Alltag Gnade und Vergebung walten zu lassen. Er werfe unsere furchtbaren Sünden weit in die Meerestiefen. Er gebe uns eine Zeit voller Gnade und Liebe. Amen!

 

Die Conveniatrunde am 16.6.2026

Kennt ihr das, ihr kommt zu einer Einladung und fühlt euch fremd? Ihr wollt mit den Anderen, die ihr nicht kennt, nicht reden, habt fast ein bisschen Angst?

Epheser 2
Die Einheit der Gemeinde aus Juden und Heiden.

11Darum denkt daran, dass ihr, die ihr einst nach dem Fleisch Heiden wart und »Unbeschnittenheit« genannt wurdet von denen, die genannt sind »Beschneidung«, die am Fleisch mit der Hand geschieht, 12dass ihr zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und den Bundesschlüssen der Verheißung fremd; daher hattet ihr keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. 13Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst fern wart, nahe geworden durch das Blut Christi. 14Denn er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht hat und hat den Zaun abgebrochen, der dazwischen war, indem er durch sein Fleisch die Feindschaft wegnahm. 15Er hat das Gesetz, das in Gebote gefasst war, abgetan, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst. 17Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. 18Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater. 19So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21auf  welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. 22Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.

Wir sollten auf Einladungen auch auf Fremde zugehen. Ich habe beim Dreh eines Super 8 Tests einen Fremden mit einer Hasselblad Kamera auf dem Stativ gefunden und angesprochen mit dem Ergebnis, dass ein tolles Fachsimpelgespräch zustande kam. So etwas baut Brücken und nimmt Vorurteile weg. Der Fremde und ich sind doch Teil des Leibes im Kreuz vereint. Wenn das mal Schule machen würde, wäre viel Streit mit Krieg und Anderem passe. Dann könnte Frieden werden. So wie der Friede Gottes,der höher als all unser Verstehen ist. Amen.

Es segne uns Gott der Allmächtige. Er lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht über uns und gebe uns Frieden. Amen.

 

Die Conveniatrunde am 14.6.2026 2. Sonntag nach Trinitatis

Habt ihr schonmal eine Einladung erhalten, und wart zu bequem,hinzugehen? Hauptsache, eine Entschuldigung hat sich gefunden. Das kann ins Auge gehen...Der Einladende hat viel Mühe in den Abend gesteckt. Doch wir sehen das nicht und erfinden einen Grund, wegzubleiben. Haben wir nicht alle so ein Vorgehen schon bereut?
Lukas 14
15Da aber einer das hörte, der mit zu Tisch saß, sprach er zu Jesus: Selig ist, der das Brot isst im Reich Gottes! 16Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu ein. 17Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist schon bereit! 18Da fingen sie alle an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. 19Und ein andrer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. 20Wieder ein andrer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet; darum kann ich nicht kommen. 21Und der Knecht kam zurück und sagte das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Verkrüppelten und Blinden und Lahmen herein. 22Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. 23Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde. 24Denn ich sage euch: Keiner der Männer, die eingeladen waren, wird mein Abendmahl schmecken.

Gott lädt uns immer wieder ein, auf das sein Haus voll werde. Was tun wir? Ignorieren! Dabei ist das die beste Einladung, die es gibt. Gottes Haus soll voll werden, von uns voll. Alle sind eingeladen. Wann hören wir mit der ewig gleichen Ignoranz und den Lügenentschuldigungen auf und setzen uns an seinen Tisch, den einzig wahren? Amen

Es segne uns Gott der Allmächtige. Er gebe uns die Kraft, mit fadenscheinigen Lügenentschuldigungen aufzuhören. Er gebe uns die Einsicht, dass sein Tisch uns sein Haus von uns gefüllt werden muss. Er gebe uns die Einsicht, dass die Einladung für alle gilt und es deshalb keine Feinde mehr geben wird. Es segne uns Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist. Amen

 

 

Die Conveniatrunde am Dienstag, 9.6.2026

Ist das nicht seltsam? Am Sonntag habe ich Euch etwas von echtem Sozialismus bei den ersten Christen erzählt.Was tun wir heute? Wir folgen falschen Propheten und der Maxime: Ich, ich, ich und nochmal ich. Wir folgen den falschen Propheten, die uns den Egoismus als Heilsbringer anpreisen. Bei Jeremia heisst es: 16So spricht der Herr Zebaoth: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie betrügen euch, sie verkünden euch Gesichte aus ihrem Herzen und nicht aus dem Mund des Herrn. 17Sie sagen denen, die des Herrn Wort verachten: Es wird euch wohlgehen -, und allen, die im Starrsinn ihres Herzens wandeln, sagen sie: Es wird kein Unheil über euch kommen. Ach ja, nicht? Denkt mal an Lazarus in Abrahams Schoss und den Reichen in der Hölle. Wer angesichts dieser Geschichte nicht umkehrt und den falschen Propheten und Heilsversprechern und dem Egoismus den Laufpass gibt, sollte sich auf die Ewigkeit in der Hölle vorbereiten. Nehmt lieber die Liebe des Herrn an und werdet selig. Amen

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Es spende uns seinen Geist der Liebe und des Trostes, auf dass wir ihn weitergeben. Er spende uns grosse Einsicht als ersten Schritt zur Umkehr. Es segne uns der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Amen

 

Die Conveniatrunde am Sonntag, 7.6.2026 1.Sonntag nach Trinitatis

Apostelgeschichte 4, 32-37

32Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären,sondern es war ihnen alles gemeinsam. 33Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war bei ihnen allen. 34Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Land oder Häuser hatte,verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte 35und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte. 36Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde - das heißt übersetzt: Sohn des Trostes -,ein Levit, aus Zypern gebürtig, 37der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.

War das nicht viel besser, als heute? Wer nichts hatte, bekam, was gebraucht wurde. Das ist im Prinzip ja selbstloser Sozialismus, echter Sozialismus. Das hats danach nie wieder gegeben. Die Gier hat auch Sozialisten zerfressen, und damit christliches Leben untergraben. Die SED Diktatur war von Bonzen geführt, die nur sich selbst auf Kosten der Allgemeinheit bereichert haben. Siehe Barnabas, der seinen Acker verkauft und das Geld den Aposteln zu Füssen legt. Das sollte auch heute so passieren, wie es da steht. Die Reichen sollten auch ohne Reichensteuer mal denen geben, die da draussen Flaschen sammeln. Das muss mit bedingungsloser Liebe geschehen, mit Nächstenliebe. So wie Gott uns bedingungslos liebt, dass er sogar in seinem Sohn Mensch geworden ist, gelitten hat für unsere Sünden. So sollten wir einander lieben. Amen

Es segne uns Gott der Allmächtige. Er lasse seine Liebe zu uns im heiligen Geist über uns kommen. Er gebe uns die Einsicht, dass seine Güte uns zur Umkehr treibt. Er gebe uns die Kraft, mit Nächstenliebe selig zu werden. Amen

 

Die Conveniatrunde am 2.6.2026 Dienstag

Mit Trinitatis ist das Halbjahr der Feste beendet, das Halbjahr der Kirche beginnt. Und in der Kirche gibts viel zu tun. Wenn wir nicht aktiv werden,wirds keiner. Da kommt kein Heinzelmännchen mehr und serviert uns alles, das müssen wir selbst machen. Ich ermutige euch, mitzumachen, egal ob in Presbyterien, der Frauenhilfe oder in Musikprojekten, macht mit und feiert damit die Dreieinigkeit. Amen

Herr unser Gott, wir danken dir für deine dreieinige Allmacht, die war, ist, und immer sein wird. Stärke unseren Glauben und sende deinen Geist zu unserem Verständnis deiner Grösse. Ohne den Geist können wirs nicht verstehen. Verhilf uns dazu, den heutigen Götzen zu entsagen, und uns wieder auf dein erstes Gebot zu besinnen. Verhilf uns zu der Einsicht,dass das Streben nach Geld und irdischen Gütern völliger Schwachsinn sind. Verhilf uns zum Streben nach dir und deinem Reich, das soviel besser ist, als alles Geld und Reichtum. Verhilf uns zu geistlichem Denken und öffne uns deine Tür zur Gemeinschaft mit dir, dem dreieinigen Gott. Amen

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen

 

 

Die Conveniatrunde am 31.5.2026 Trinitatis

22Und der Herr redete mit Mose und sprach: 23Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet: 24Der Herr segne dich und behüte dich; 25der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;26der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.27So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.

Das ist die bekannteste Segensformel, die man hier und da gehört hat. Segen ist etwas, was man zugesprochen bekommt. Den Segen des dreieinigen Gottes, Vater Sohn und heiliger Geist. Drei als ein Gott? Wie geht das? Gott ist überall, egal obs um Körperliches oder Geistliches geht. Gott ist immer dagewesen, wird immer dasein. Weil wir uns das nicht vorstellen können,ist er Mensch in Jesus Christus geworden und kommt immer wieder in Form des tröstenden heiligen Geistes wieder, auch wenn der Mensch Jesus aufgefahren ist und körperlich nicht mehr bei uns ist. Geistlich ist er aber da, immer da. Der Kreis schliesst sich, Vater, Sohn und heiliger Geist sind eins.In der Segensformel ist alles da: Der Herr segne und behüte dich - der Vater. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig - der Sohn, das Licht nehmen wir mit den Augen wahr, körperlich. Der Herr erhebe sein Angesicht über dir und gebe dir Frieden - der heilige Geist. Der Frieden ist vor allem ein innerer, geistiger Frieden. Gott ist ewig, nicht zeitlich wie Körper und Fleisch und ist in uns. Das geht nur in Dreieinigkeit, Vater Sohn und heiliger Geist, Trinitatis, Amen.

Der Herr segne uns und behüte uns. Er gebe uns die Kraft, im Glauben stark zu bleiben und diesen weiterzutragen. Es segne uns die Dreieinigkeit aus Vater Sohn und heiligem Geist. Amen.

 

Die Conveniatrunde Dienstag 26.5.2026

19Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen:Friede sei mit euch! 20Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite.Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen. 21Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist! 23Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.

Die ersten Gesandten des Herrn waren die Elf.Er sendet sie aus, seine Worte, Verheissungen und Wunder zu verbreiten, zu predigen. Und wir sind das heute auch, Gesandte des Herrn. Auch wir sollen predigen,ein jeder auf seine Art,im Kleinen oder Grösseren. Nur tun wirs nicht, wir erzählen Fremden zu wenig oder gar nichts vom Herrn.Paulus schreibt ja von dem einen Leib und den Gliedern des Leibes. Das ist die Berechtigung, das Wort des Herrn weiterzutragen und in seinem Namen zu predigen. Ob man Kindern von Gott erzählt, oder in der Familie mal über seine Worte redet, oder einfach nur dankt, lobt oder preisst, ist doch egal. Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen, fordert uns zudem zum Vergeben auf. Nur durch Vergebung können wir frei werden vom Hass. Es gibt viel zu tun,breitet das Wort aus und übt Vergebung, auf dass Frieden werde im Geist des Herrn... Amen

Es segne uns Gott, der Allmächtige. Er gebe uns die nötigen Lösungen aller bevorstehenden Aufgaben der laufenden Woche. Er gebe uns vor allem Frieden. Er gebe uns den Geist zum Verständnis seines Pfingstwunders. Es segne uns der Vater, der Sohn und der heilige Geist...Amen

 

 

Die Conveniatrunde Pfingstsonntag, 24.5.2026

Das Pfingstwunder
1Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. 2Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, 4und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab. 5Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6Als nun dieses Brausen geschah kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.7Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? 8Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache? 9Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, 10Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen, 11Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden.12Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern:Was will das werden? 13Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins. 14Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan,vernehmt meine Worte! 15Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint,ist es doch erst die dritte Stunde des Tages; 16sondern das ist’s,was durch den Propheten Joel gesagt worden ist Joel 3,1-5: 17»Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; 18und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen. 9Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf; 20die Sonne soll in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt.21Und es soll geschehen: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.«

Das ist ein sehr grosser Trost, nach der Sprachverwirrung des Herrn beim Turmbau zu Babel. Gott hebt seine im Zorn herbeigeführte Sprachverwirrung auf. Alle, egal wer,können seine Worte verstehen... Wir sollten auch im Alltag auf die Zungen achten,damit wir verstanden werden. Wie oft reden wir aneinander vorbei und verstehen uns nicht? Und das in unserer eigenen Sprache. Wenig plappern und klare Worte finden, das ist die Aufforderung des Pfingstwunders. Klare Worte, die unmissverständlich sind, wären bei Ämtern zum Beispiel sehr erleichternd. Wir sollten den Geist des Herrn zulassen, denn er gibt uns die Worte, die uns so oft fehlen... Amen

Es segne Euch Gott, der Allmächtige. Eg gebe uns die Kraft für die neue Woche, die vor uns liegt. Er gebe uns das Verständnis für das Pfingstwunder und die klaren, verständlichen Worte, die es braucht, um Missverständnisse zu vermeiden. Es segne uns der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Amen!